11.08.26
Neue Pegs, neue Tricks: KHE Pegs für Street, Park & Flatland
BMX Pegs gehören zu den charakteristischsten Anbauteilen eines Freestyle-BMX. Die zylindrischen Aufnahmen an den Radachsen ermöglichen Grinds und Stalls, dienen im Flatland als zusätzliche Standflächen und eröffnen damit zahlreiche Tricks, die ohne Pegs nicht möglich wären.
Dabei unterscheiden sich moderne Pegs deutlich in Material, Oberfläche und Konstruktion. Ein leichter Aluminium-Peg verhält sich anders als ein Modell mit Kunststoffhülle, und ein glatter Grind-Peg erfüllt andere Anforderungen als ein Peg mit besonders griffiger Oberfläche.
Mit dem KHE LASER CNC, dem LASER PRO und dem 2ND PRO bieten wir 2026 drei unterschiedliche Varianten an.
Mit Pegs fing bei KHE alles an
Pegs begleiten KHEbikes nicht erst seit einigen Jahren – sie stehen ganz am Anfang unserer Geschichte.
Als Thomas und Wolfgang Göring KHEbikes 1988 gründeten, waren die sogenannten Do-Pegs das erste KHE Produkt. Die ersten Exemplare wurden von Thomas selbst zu Hause auf einer kleinen Drehmaschine gefertigt und waren dadurch teilweise sogar unterschiedlich lang.
Die Do-Pegs und späteren Fuß-Pegs kamen in der BMX-Szene gut an. Dieser Erfolg war einer der entscheidenden Impulse für die Gründung und weitere Entwicklung von KHEbikes.
Heute sehen moderne Pegs natürlich völlig anders aus. CNC-Fertigung, leichte Aluminiumlegierungen, Adapter für unterschiedliche Achsdurchmesser und spezielle Grind-Oberflächen zeigen, wie stark sich dieses zunächst sehr einfache BMX-Bauteil technisch weiterentwickelt hat.
Was sind BMX Pegs?
Pegs sind längliche, meist zylindrische Bauteile, die an der Vorder- oder Hinterradachse eines BMX montiert werden. Sie ragen seitlich über das Laufrad hinaus und schaffen dadurch zusätzliche Kontakt- und Standflächen.
Je nach Disziplin werden sie unterschiedlich eingesetzt.
Beim Street BMX stehen vor allem Grinds auf Rails, Ledges und Curbs im Vordergrund. Im Park ermöglichen Pegs zusätzliche Grind- und Stall-Kombinationen auf geeigneten Obstacles.
Im Flatland erfüllen sie eine andere Funktion. Hier dienen sie hauptsächlich als zusätzliche Standpunkte für Balance-, Roll- und Spin-Tricks. Deshalb werden Flatland-BMX-Räder häufig mit vier Pegs gefahren.
Beim Dirt BMX spielen Pegs dagegen normalerweise kaum eine Rolle, da dort Sprünge, Geschwindigkeit und kontrollierte Landungen im Vordergrund stehen.
Welche Arten von BMX Pegs gibt es?
Die wichtigsten Unterschiede liegen im Material, in der Oberfläche und in der Konstruktion.
Stahl- und CrMo-Pegs
Klassische Stahl- oder CrMo-Pegs zeichnen sich vor allem durch ihre hohe Belastbarkeit aus. Das macht sie interessant für intensive Street-Sessions und Fahrer, bei denen Haltbarkeit eine besonders wichtige Rolle spielt.
Der Nachteil ist das vergleichsweise hohe Gewicht. Gerade bei vier montierten Pegs kann sich der Gewichtsunterschied am BMX bemerkbar machen.
Aluminium-Pegs
Aluminium ermöglicht eine deutlich leichtere Konstruktion. Dadurch eignen sich Aluminium-Pegs besonders für Fahrer, die ihr BMX möglichst leicht halten möchten.
Sie werden sowohl für Street und Park als auch für technische Freestyle- und Flatland-Anwendungen eingesetzt.
Pegs mit Kunststoffhülle
Eine weitere Variante kombiniert einen stabilen Metallkern mit einer äußeren Kunststoff- oder Polycarbonat-Hülle.
Der Schwerpunkt liegt hier auf dem Gleitverhalten. Eine Kunststoffhülle kann auf vielen geeigneten Grind-Flächen gleichmäßig gleiten und erzeugt beim Kontakt häufig weniger Geräusche als ein reiner Metall-Peg.
Diese Bauweise ist deshalb besonders bei Fahrern interessant, die viel auf Rails und Ledges grinden.
Glatte oder gerändelte Pegs?
Nicht nur das Material entscheidet darüber, wie sich ein Peg fährt. Auch seine Oberfläche spielt eine wichtige Rolle.
Eine gerändelte beziehungsweise griffige Oberfläche bietet den Schuhen zusätzlichen Halt. Das ist besonders beim Flatland hilfreich, weil der Fahrer bei vielen Tricks direkt auf den Pegs steht und dort das Bike ausbalanciert.
Beim Grinding sind die Anforderungen nahezu entgegengesetzt.
Hier soll der Peg möglichst kontrolliert über die Oberfläche gleiten. Eine stark strukturierte Oberfläche würde zusätzliche Reibung erzeugen. Deshalb eignen sich glatte Pegs besonders für Grinds und Slides.
Welche Oberfläche sinnvoller ist, hängt somit direkt von der geplanten Verwendung ab: viel Grip für Stand- und Balance-Tricks oder möglichst gutes Gleitverhalten für Grinds.
Was ist der Unterschied zwischen Steck-Pegs und Schraub-Pegs?
Auch bei der Montage gibt es unterschiedliche Systeme.
Bei einfachen Schraub-Pegs befindet sich ein passendes Gewinde direkt im Peg. Der komplette Peg wird auf das Gewinde der Achse geschraubt. Dadurch muss das Innengewinde des Pegs exakt zur jeweiligen Achse passen.
Bei Steck-Pegs wird der Peg dagegen über die Achse geschoben und anschließend über die Achsmutter befestigt.
Diese Konstruktion ermöglicht eine flexiblere Anpassung an unterschiedliche Achsdurchmesser. Mit passenden Adaptern kann derselbe Peg beispielsweise mit verschiedenen BMX-Naben verwendet werden.
Das ist besonders praktisch, weil Vorder- und Hinterrad eines BMX häufig unterschiedliche Achsdurchmesser besitzen.
Vor der Montage muss trotzdem immer geprüft werden, ob Peg, Adapter, Achsdurchmesser und vorhandene Achslänge miteinander kompatibel sind. Die Achsmutter muss nach der Montage weiterhin vollständig und sicher befestigt werden können.
KHE LASER CNC – leichter Aluminium-Peg in Schwarz
Der KHE LASER CNC ist ein leichter, klassisch schwarzer Peg aus CNC-gefertigtem 7005 Aluminium.
Mit 110 mm Länge und etwa 37 mm Durchmesser bietet er eine großzügige Kontaktfläche für Grinds, Stalls und technische Tricks. Gleichzeitig bleibt das Gewicht mit nur 200 g pro Paar sehr niedrig.
Durch die mitgelieferten Adapter und U-Scheiben ist das Set mit 10-, 12- und 14-mm-Achsen kompatibel.
Damit ist der LASER CNC eine vielseitige Lösung für Fahrer, die einen leichten Metall-Peg mit cleaner Optik für Street, Park oder technische Freestyle-Tricks suchen.
KHE LASER PRO – leichtes Aluminium mit Oil-Slick-Finish
Der KHE LASER PRO richtet sich an Fahrer, die die Eigenschaften eines leichten Aluminium-Pegs mit einer auffälligeren Optik verbinden möchten.
Auch dieses Modell besteht aus CNC-gefertigtem 7005 Aluminium und besitzt eine Länge von 110 mm. Das Paargewicht beträgt ebenfalls nur 200 g.
Das besondere Merkmal ist das Oil-Slick-Finish, das je nach Lichteinfall unterschiedliche Farbtöne zeigt und dem BMX einen deutlich auffälligeren Look verleiht.
Adapter für 10-, 12- und 14-mm-Achsen ermöglichen die Verwendung an verschiedenen BMX-Naben.
KHE 2ND PRO – auf Grinds und Slides ausgelegt
Beim KHE 2ND PRO steht das Gleitverhalten stärker im Mittelpunkt.
Das Modell kombiniert einen stabilen Metallkern mit einer Polycarbonat-Hülle. Die äußere Kunststoffoberfläche ist speziell für kontrollierte Slides und Grinds interessant und gleitet auf vielen geeigneten Oberflächen anders als ein klassischer Metall-Peg.
Gleichzeitig ist das Grinding mit einer Kunststoffhülle in der Regel leiser.
Der 2ND PRO ist 110 mm lang und besitzt mit 40 mm einen etwas größeren Durchmesser. Das Paar wiegt 298 g und lässt sich ebenfalls an 10-, 12- und 14-mm-Achsen verwenden.
Damit eignet sich dieses Modell besonders für Street- und Park-Fahrer, bei denen Grind-Tricks einen großen Teil des Fahrstils ausmachen.
Welche Tricks kann man mit BMX Pegs machen?
Pegs erweitern das Trickrepertoire eines BMX erheblich. Besonders im Street- und Park-Bereich gibt es zahlreiche Grind-Variationen.
Zu den bekannten Peg-Tricks gehören unter anderem:
- Double Peg Grind
- Feeble Grind
- Smith Grind
- Ice Pick Grind
- Toothpick Grind
- Crooked Grind
- 50-50 Grind
- verschiedene Peg Stalls
Beim Double Peg Grind liegen zwei Pegs gleichzeitig auf dem Hindernis auf.
Beim Feeble Grind wird typischerweise der hintere Peg genutzt, während das Vorderrad über oder neben dem Hindernis geführt wird. Beim Smith Grind kommt dagegen der vordere Peg zum Einsatz.
Ice Pick und Toothpick konzentrieren sich jeweils auf einen einzelnen Peg und verlangen bereits deutlich mehr Balance und Bike-Kontrolle.
Im Flatland werden Pegs dagegen hauptsächlich als Stand- und Balancepunkte verwendet. Dadurch entstehen Roll-, Spin- und Balance-Tricks sowie komplexe Kombinationen, bei denen der Fahrer zwischen Vorder- und Hinterrad sowie den einzelnen Pegs wechselt.
Möchtest du selbst erste BMX-Tricks lernen? In unseren Einsteiger-Videos zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du mit den wichtigsten Grundlagen startest.
Warum fahren manche BMX-Fahrer nur zwei Pegs?
Nicht jedes BMX mit Pegs benötigt automatisch vier Stück.
Gerade im Street-Bereich fahren viele Rider lediglich zwei Pegs auf einer Seite des Bikes. Der Grund ist der persönliche Fahrstil.
Viele Fahrer haben eine bevorzugte Grind-Seite und führen den Großteil ihrer Tricks auf dieser Seite aus. In diesem Fall werden meist vorne und hinten auf derselben Seite Pegs montiert.
Das spart gegenüber vier Pegs Gewicht und hält die gegenüberliegende Seite des BMX frei.
Wer dagegen Grinds auf beiden Seiten fährt oder gezielt Switch-Tricks trainieren möchte, profitiert von vier Pegs.
Im Flatland sind vier Pegs besonders verbreitet, weil dort möglichst viele unterschiedliche Standpositionen am Vorder- und Hinterrad benötigt werden.
Es gibt deshalb keine generell richtige Anzahl. Das Peg-Setup sollte sich nach der Disziplin und dem individuellen Fahrstil richten.
Welche Seite ist die richtige Grind-Seite?
Wer mit zwei Pegs beginnen möchte, steht häufig vor der Frage, auf welcher Seite sie montiert werden sollen.
Die bevorzugte Grind-Seite ist nicht zwangsläufig identisch mit dem vorderen Fuß beim normalen Fahren. Manche Fahrer grinden auf der gleichen Seite wie ihr vorderer Fuß, andere bevorzugen die gegenüberliegende Seite.
Am besten lässt sich das mit einfachen und niedrigen Peg Stalls ausprobieren. Die Seite, auf der sich das Anfahren, Abspringen und Landen natürlicher und kontrollierter anfühlt, ist meist ein guter Ausgangspunkt.
Später kann das Setup jederzeit erweitert werden.
Sind Pegs auch für BMX-Einsteiger sinnvoll?
Pegs sind nicht ausschließlich für Profis gedacht. Trotzdem sollte eine gewisse Grundkontrolle über das BMX vorhanden sein, bevor mit Grind-Tricks begonnen wird.
Ein sicherer Bunny Hop ist besonders wichtig. Der Fahrer sollte das BMX kontrolliert anheben und gezielt wieder absetzen können.
Für die ersten Versuche eignen sich niedrige, dafür vorgesehene Grind-Obstacles. Einfache Peg Stalls oder niedrige Double Peg Grinds sind ein sinnvollerer Einstieg als hohe Rails.
Mit zunehmender Sicherheit können anschließend weitere Tricks und Kombinationen erlernt werden.
Im Flatland können Pegs dagegen bereits relativ früh für grundlegende Balanceübungen genutzt werden. Hier steht zunächst weniger der Grind als das kontrollierte Stehen und Bewegen auf dem Bike im Vordergrund.
Wie du den Bunny Hop und weitere grundlegende BMX-Tricks lernst, zeigen wir dir in unseren Beginner-Tricks – einfach erklärt und ideal für den Einstieg.
Worauf sollte man beim Fahren mit Pegs achten?
Beim Grinding wirken zusätzliche Kräfte auf Achsen, Naben und Laufräder. Eine korrekte Montage und regelmäßige Kontrolle des BMX sind deshalb besonders wichtig.
Vor dem Fahren sollte überprüft werden:
- Sind Pegs und Achsmuttern fest angezogen?
- Passen Peg und Adapter korrekt zum Achsdurchmesser?
- Ist ausreichend Achslänge für eine sichere Befestigung vorhanden?
- Sind Laufrad, Speichen und Nabe in einwandfreiem Zustand?
- Sind Pegs beziehungsweise Peg-Hüllen noch ausreichend intakt?
- Ist das verwendete Hindernis tatsächlich zum Grinden geeignet?
Bei intensiver Nutzung können zusätzlich Hub Guards sinnvoll sein. Sie schützen Bereiche der Nabe und teilweise auch die Speichen vor direktem Kontakt mit Rails und Ledges.
Auch ein Helm und geeignete Schutzausrüstung sind beim Erlernen neuer Grind-Tricks empfehlenswert.
Welcher Peg passt zu deinem BMX?
Welcher Peg der richtige ist, hängt vor allem von deiner Disziplin und deinem Fahrstil ab. Wer viel Street und Park fährt und den Fokus auf Grinds legt, sollte besonders auf ein gutes Gleitverhalten achten. Für Flatland sind dagegen geringes Gewicht, ausreichend Standfläche und Grip entscheidend.
Auch bei der Anzahl gibt es kein festes Muss: Zwei Pegs können für ein auf eine Grind-Seite abgestimmtes Street-Setup vollkommen ausreichen, während vier Pegs maximale Möglichkeiten für Switch-Tricks und Flatland bieten.
Mit dem KHE LASER CNC, LASER PRO und 2ND PRO stehen unterschiedliche Lösungen für verschiedene Anforderungen zur Verfügung. Entscheidend ist am Ende nicht, möglichst viele Pegs am BMX zu haben, sondern das Setup zu wählen, das zu den eigenen Tricks und zum persönlichen Fahrstil passt.
Du willst dein BMX mit den passenden Pegs ausstatten? Dann entdecke jetzt unsere komplette Auswahl an KHE BMX Pegs und finde das passende Modell für deinen Fahrstil und dein Setup.
Du bist dir bei der Auswahl noch unsicher? Dann wende dich gerne an unseren Service und lass dich persönlich beraten.

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