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10.09.26

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Neue Bars, neues Setup: KHE BMX Lenker für Street, Park & Flatland

Der BMX Lenker gehört zu den wichtigsten Bauteilen eines Freestyle-BMX. In der BMX-Szene meist einfach „Bar“ genannt, bestimmt er wesentlich, wie sich das Bike beim Lenken, Springen, bei Manuals, Spins und technischen Tricks anfühlt.

Dabei unterscheiden sich BMX Lenker nicht nur in ihrer Optik. Höhe, Breite, Backsweep, Upsweep, Material, Gewicht und die Konstruktion als 2- oder 4-teiliger Lenker beeinflussen das Setup. Ein leichter Aluminium-Lenker fühlt sich anders an als ein klassischer CrMo-Bar: direkter, agiler und oft etwas leichter unter den Händen. Auch die Höhe macht sich sofort bemerkbar. Ein 9-Zoll-Lenker hält den Oberkörper kompakter über dem Bike, während ein 10-Zoll-Bar mehr Raum gibt und die Hände spürbar höher positioniert.

Mit dem KHE PRISM 9" Oil Slick, dem PRISM 9" 4-Piece Oil Slick, dem besonders leichten STYLUS 9" Aluminium-Lenker, dem MVP 9" 4-Piece und dem hohen PLASM XL 10" bieten wir 2026 fünf neue BMX Lenker mit unterschiedlichen Schwerpunkten an. In diesem Blogbeitrag zeigen wir, worin die Unterschiede liegen, welche Bar zu welchem Setup passt und was bei Auswahl und Montage wichtig ist.

Warum heißt der BMX Lenker auch „Bar“?

Der Begriff „Bar“ kommt vom englischen „handlebar“, also der englischen Bezeichnung für einen Lenker. „Handle“ bedeutet dabei Griff beziehungsweise Hand, während „bar“ für Stange steht. Im BMX- und Radsport hat sich mit der Zeit die Kurzform „Bar“ etabliert.

In der BMX-Szene wird der Lenker deshalb fast immer einfach Bar genannt. Entsprechend findet sich der Begriff auch in zahlreichen BMX-Tricks wieder.

Der bekannteste ist der Barspin, bei dem der Lenker während des Tricks einmal vollständig um 360° gedreht wird. Daraus haben sich über die Jahre zahlreiche Varianten und Kombinationen entwickelt.

Typische Tricks rund um die Bar sind zum Beispiel:

  • Barspin
  • Double Barspin
  • Busdriver
  • Truckdriver
  • X-Up
  • Barspin to Manual
  • Tailwhip to Barspin
  • Barspin-Tailwhip-Kombinationen

Eine besonders anspruchsvolle Kombination ist der Twix, bei dem Tailwhip und Barspin gleichzeitig ausgeführt werden. KHE-MAC-Teamfahrer Justin Dowell ist besonders für diesen Trick bekannt.

Gerade bei Tricks wie Barspins zeigt sich, wie wichtig das persönliche Lenker-Setup ist. Höhe, Breite, Position und das gesamte Cockpit müssen sich für den Rider natürlich anfühlen.

KHE und die Entwicklung des ersten Multiple-Butted-BMX-Lenkers

BMX Lenker spielen in der Geschichte von KHEbikes schon lange eine wichtige Rolle. Bereits im Jahr 2004 entwickelte KHE gemeinsam mit dem damaligen KHE-Teamfahrer und dreifachen X-Games-Profi Shaun Butler den ersten „Multiple Butted“-BMX-Lenker.

Das Ziel war damals klar: Ein BMX Lenker sollte an den stark belasteten Stellen genügend Material besitzen, gleichzeitig aber nicht über die komplette Rohrlänge unnötig schwer sein.

Das Ergebnis war der KHE Butler Lite Bar, bei dem innerhalb der Rohre unterschiedliche Wandstärken eingesetzt wurden. Diese Bauweise sparte rund 300 bis 400 Gramm gegenüber konventionell aufgebauten Lenkern ein.

Die Idee dahinter ist bis heute aktuell: Material soll möglichst gezielt dort eingesetzt werden, wo es benötigt wird. Diese Entwicklung bildet auch die Grundlage für die Butted- und Multiple-Butted-Konstruktionen, die bei einigen unserer heutigen BMX Lenker eingesetzt werden.

Was macht einen BMX Lenker aus?

Ein BMX Lenker ist speziell für die Belastungen und Bewegungen beim BMX-Fahren ausgelegt. Im Gegensatz zu klassischen Fahrradlenkern besitzt er einen hohen Rise und eine zusätzliche Querstrebe beziehungsweise eine entsprechend versteifte Konstruktion.

Dadurch entsteht die charakteristische BMX-Form. Gleichzeitig muss ein Freestyle-Lenker hohen Belastungen bei Bunny Hops, Landungen, Spins und anderen Tricks standhalten.

Für die Auswahl eines BMX Lenkers sind vor allem folgende Punkte entscheidend:

  • Höhe beziehungsweise Rise
  • Breite
  • Backsweep
  • Upsweep
  • Material
  • Gewicht
  • 2-Piece- oder 4-Piece-Konstruktion
  • passende Lenkerklemmung

2-Piece oder 4-Piece: Was ist der Unterschied bei BMX Lenkern?

BMX Lenker werden häufig als 2-Piece- oder 4-Piece-Lenker angeboten. Die Bezeichnung beschreibt, aus wie vielen wesentlichen Rohrsegmenten die Konstruktion besteht.

Bei einem klassischen 2-Piece-Bar bildet ein gebogenes Hauptrohr den größten Teil des Lenkers. Hinzu kommt die Querstrebe. Dadurch entsteht die bekannte runde und vergleichsweise cleane BMX-Optik.

Ein 4-Piece-Bar wird aus mehreren geraderen Rohrsegmenten zusammengesetzt. Dadurch entsteht der kantigere Look, der besonders im Street- und Flatland-Bereich seit vielen Jahren beliebt ist.

Wichtig ist dabei: Vier Rohre bedeuten nicht automatisch eine höhere Qualität oder einen stabileren BMX Lenker.

Die Anzahl der Rohre allein ist kein Qualitätsmerkmal. Entscheidender sind das verwendete Material, die Rohrwandstärken, die Verarbeitung, die Schweißverbindungen und die gesamte Konstruktion.

Die Wahl zwischen 2-Piece und 4-Piece ist heute deshalb zu einem großen Teil eine Frage des gewünschten Looks und des persönlichen Fahrgefühls.

Unsere beiden neuen PRISM Oil-Slick-Lenker zeigen diesen Unterschied besonders gut: Beide setzen auf das auffällige Oil-Slick-Finish, bieten durch ihre 2-Piece- beziehungsweise 4-Piece-Konstruktion aber einen komplett unterschiedlichen Look.

Was bedeuten die Maße bei einem BMX Lenker?

Neben der Konstruktion bestimmen vor allem Rise, Breite, Backsweep und Upsweep, wie sich ein BMX Lenker auf dem Bike anfühlt.

Was bedeutet die Zollhöhe bei einem BMX Lenker?

Die Lenkerhöhe wird beim BMX meistens als Rise in Zoll angegeben.

Ein 9-Zoll-BMX-Lenker besitzt einen Rise von etwa 228,6 mm, ein 10-Zoll-Lenker kommt auf 254 mm.

Die Lenkerhöhe beeinflusst die Position der Hände und damit das gesamte Cockpit des BMX. Ein höherer BMX Lenker bringt die Hände weiter nach oben und verändert gleichzeitig den Hebel beim Anheben und Bewegen des Bikes.

Viele größere Fahrer bevorzugen deshalb höhere Bars. Die Körpergröße allein entscheidet aber nicht über die richtige Lenkerhöhe. Rahmengeometrie, Vorbau, Spacer und vor allem das persönliche Fahrgefühl spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.

9 Zoll ist eine sehr beliebte Standardgröße für moderne Freestyle-BMX-Setups. Wer seine Front bewusst höher fahren möchte oder aufgrund seiner Körpergröße mehr Höhe bevorzugt, kann dagegen zu einem 10-Zoll-BMX-Lenker greifen.

Wie wichtig ist die Breite eines BMX Lenkers?

Auch die Lenkerbreite beeinflusst das Handling.

Ein breiter BMX Lenker bietet mehr Hebel und kann bei Manuals, Sprüngen und Landungen ein kontrolliertes Gefühl vermitteln. Gleichzeitig verändert die Breite die Position der Arme und Schultern.

Deshalb gibt es auch hier nicht die eine perfekte Breite für jeden Rider.

Unsere fünf neuen KHE Lenker bewegen sich zwischen 720 und 750 mm Breite und decken damit unterschiedliche Vorlieben und Einsatzbereiche ab.

Ein Lenker sollte dabei nicht einfach eigenmächtig gekürzt, gebohrt oder anderweitig verändert werden. Die jeweiligen Herstellerangaben und Sicherheitshinweise müssen immer beachtet werden.

Was ist Backsweep bei einem BMX Lenker?

Beim Backsweep geht es darum, wie stark die Griffbereiche des Lenkers von oben betrachtet nach hinten zum Fahrer zeigen.

Ein Wert von beispielsweise 10° bedeutet, dass die Griffbereiche nicht exakt gerade zur Seite verlaufen, sondern leicht nach hinten angewinkelt sind.

Dadurch verändert sich die Position der Hände und Handgelenke. Bei den neuen KHE BMX Lenkern liegt der Backsweep je nach Modell bei 10 oder 11 Grad.

Was ist Upsweep bei einem BMX Lenker?

Der Upsweep beschreibt den Winkel der Griffbereiche nach oben.

Bei 0° würden die Griffbereiche von vorne betrachtet komplett waagerecht verlaufen. Ein geringer Upsweep hebt die äußeren Bereiche leicht an und verändert ebenfalls die Position von Händen und Handgelenken.

Unsere neuen KHE Lenker besitzen je nach Modell 1 oder 2 Grad Upsweep.

CrMo oder Aluminium: Welches Material ist bei einem BMX Lenker besser?

Bei BMX Lenkern kommen unterschiedliche Materialien zum Einsatz. Besonders verbreitet ist Chromoly-Stahl, häufig als CrMo bezeichnet.

Hochwertiger 4130 CrMo-Stahl bietet ein gutes Verhältnis aus Festigkeit, Belastbarkeit und Gewicht und wird deshalb seit vielen Jahren bei BMX Rahmen, Gabeln und Lenkern eingesetzt.

Die meisten unserer neuen Bars setzen auf CrMo-Konstruktionen.

Der KHE STYLUS Lenker unterscheidet sich von vielen anderen BMX-Lenkern durch sein Material: Er besteht aus 6061-T6 Aluminium und wiegt dadurch nur etwa 498 Gramm. Damit richtet er sich besonders an Fahrer, bei denen ein sehr geringes Gesamtgewicht und ein agiles Frontend eine hohe Priorität haben. Gerade im technischen Flatland kann das interessant sein.

Aluminium ist deshalb aber nicht grundsätzlich besser als CrMo und CrMo nicht grundsätzlich besser als Aluminium. Beide Materialien ermöglichen unterschiedliche Konstruktionen und setzen andere Schwerpunkte.

Was bedeutet „Butted Tubes“ bei einem BMX Lenker?

Bei einem Butted Tube – auf Deutsch etwa konifiziertes oder wandstärkenoptimiertes Rohr – besitzt ein Rohr nicht über seine gesamte Länge dieselbe Wandstärke. Stattdessen wird die Wandstärke an bestimmten Bereichen gezielt verändert.

Ein klassisches Butted Tube hat in der Regel:

  • eine dickere Wandstärke an den stärker belasteten Enden,
  • eine dünnere Wandstärke im weniger stark beanspruchten Mittelbereich,
  • einen gleichmäßigen Übergang zwischen diesen Bereichen.

Bei einem BMX Lenker bedeutet das: Die Rohrenden können beispielsweise stärker ausgeführt werden, weil dort besonders hohe Kräfte in die Klemmungen, die Schweißbereiche und die Übergänge zu den anderen Rohren eingeleitet werden. Im mittleren Bereich des Lenkers kann dagegen Material eingespart werden, wenn dort weniger Belastung entsteht.

Von außen ist diese unterschiedliche Wandstärke normalerweise nicht sichtbar. Sie befindet sich im Inneren des Rohres. Das Rohr kann deshalb von außen wie ein herkömmliches, gleichmäßig starkes Rohr aussehen.

Was bedeutet „Multiple-Butted Tubes“?

Multiple-Butted Tubes gehen einen Schritt weiter. Der Begriff bedeutet, dass ein Rohr nicht nur zwei unterschiedliche Wandstärken besitzt, sondern über seine Länge in mehrere unterschiedlich optimierte Wandstärkenbereiche unterteilt wird.

Ein Multiple-Butted-Rohr kann beispielsweise aus folgenden Zonen bestehen:

  1. verstärktes Rohrende für hohe Belastungen an der Klemmung oder im Schweißbereich,
  2. reduzierte Wandstärke in einem weniger stark beanspruchten Abschnitt,
  3. erneut verstärkter Übergangsbereich, wenn dort die Belastung wieder zunimmt,
  4. gegebenenfalls ein weiterer dünnerer oder stärkerer Abschnitt an einer anderen Stelle des Rohres.

Die Wandstärke wird also nicht nur einmal von „dick“ auf „dünn“ reduziert. Sie kann an mehreren Stellen gezielt angepasst werden. Dadurch lässt sich das Material noch genauer an den tatsächlichen Belastungsverlauf des Lenkers anpassen.

Fünf neue KHE BMX Lenker für unterschiedliche Setups

KHE PRISM 9" Oil Slick – klassischer 2-Piece-Bar als Eyecatcher

Der KHE PRISM 9" Oil Slick verbindet die klassische runde 2-Piece-Optik mit einem besonders auffälligen neuen Finish.

Je nach Lichteinfall zeigt die Oil-Slick-Oberfläche unterschiedliche Farbnuancen und macht den Lenker zu einem echten Eyecatcher am BMX.

Der PRISM besitzt 9 Zoll Rise, 720 mm Breite, 11° Backsweep und 2° Upsweep. Die CrMo-Konstruktion wiegt rund 1040 g und ist für Freestyle, Street, Park und Dirt ausgelegt.

Damit ist er besonders interessant für Rider, die einen klassischen 2-Piece BMX Lenker suchen und ihr Bike gleichzeitig optisch deutlich verändern möchten.

KHE PRISM 9" 4-Piece Oil Slick – markanter Look in neuen Farben

Wer den Oil-Slick-Look mit einer kantigeren Form kombinieren möchte, findet mit dem KHE PRISM 9" 4-Piece Oil Slick die passende Alternative.

Der 4-teilige Aufbau sorgt für die typische 4-Piece-Silhouette. Mit 9 Zoll Höhe, 736 mm Breite, 10° Backsweep und 2° Upsweep besitzt er eine moderne Freestyle-Geometrie.

Der Lenker wird aus 4130 CrMo mit Butted Tubes gefertigt und wiegt rund 1080 g.

Der wichtigste Unterschied zum 2-Piece PRISM liegt damit nicht in „besser oder schlechter“, sondern im Aufbau, in der Geometrie und vor allem im Look.

KHE STYLUS 9" – nur 498 g für technische Setups

Mit nur etwa 498 g ist der KHE STYLUS Flatland 9" der mit Abstand leichteste der fünf neuen Lenker.

Möglich wird das durch die Konstruktion aus 6061-T6 Aluminium. Der Bar ist 736 mm breit, besitzt 10° Backsweep und einen vergleichsweise flachen Upsweep von 1°.

Der STYLUS richtet sich damit besonders an Flatland-Fahrer und Rider, die bewusst Gewicht am Frontend reduzieren möchten. Gerade bei schnellen Richtungswechseln, Spins und technischen Kombinationen kann ein leichtes Setup interessant sein.

KHE MVP 9" 4-Piece – leichter CrMo-Bar mit Butted Tubes

Der KHE MVP 9" zeigt besonders gut, was sich mit einer optimierten CrMo-Konstruktion erreichen lässt.

Trotz 4130 CrMo und 4-Piece-Aufbau wiegt der Lenker nur etwa 850 g. Möglich wird das unter anderem durch die Butted Tubes mit unterschiedlichen Wandstärken.

Mit 736 mm Breite, 9 Zoll Rise, 10° Backsweep und 2° Upsweep verbindet der MVP eine moderne BMX-Geometrie mit vergleichsweise geringem Gewicht.

Er ist deshalb eine interessante Wahl für Fahrer, die einen leichten CrMo-BMX-Lenker suchen und gleichzeitig die typische 4-Piece-Optik bevorzugen.

KHE PLASM XL 10" – hoher BMX Lenker mit viel Rise

Der KHE PLASM XL ist der größte Bar in unserer neuen Auswahl.

Mit 10 Zoll beziehungsweise 254 mm Rise und 750 mm Breite bietet er eine deutlich höhere und breitere Position als die 9-Zoll-Modelle.

Er besteht aus 4130 CrMo, nutzt die Multiple-Butted-Technologie und wiegt rund 1080 g.

Damit richtet sich der PLASM XL besonders an größere Rider sowie Fahrer, die bewusst einen hohen BMX Lenker und viel Hebel bevorzugen.

Welcher BMX Lenker ist der richtige für mich?

Der richtige BMX Lenker hängt hauptsächlich von Körpergröße, bevorzugter Lenkerhöhe, Riding Style, Material, Gewicht und persönlichem Fahrgefühl ab.

Wer einen klassischen 2-Piece-Look sucht, findet im PRISM 9" eine passende Option. Der PRISM 4-Piece bietet eine kantigere Alternative und kombiniert diese Form mit dem neuen Oil-Slick-Finish.

Wer besonders auf Gewicht achtet und ein technisches Flatland-Setup aufbauen möchte, sollte sich den STYLUS genauer ansehen. Der MVP bietet dagegen einen interessanten Mittelweg für Fahrer, die einen leichten CrMo-4-Piece-Bar suchen.

Für größere Rider oder Fahrer, die bewusst eine hohe Front fahren möchten, bietet der PLASM XL mit 10 Zoll Rise die größte Lenkerhöhe dieser fünf Modelle.

Entscheidend ist dabei nicht, welches Modell auf dem Papier „das beste“ ist. Der richtige BMX Lenker ist derjenige, dessen Geometrie zu deinem Körper, deinem Bike und deinem persönlichen Riding Style passt.

Welchen Einfluss hat der Vorbau auf die Lenkerhöhe?

Nicht nur der BMX Lenker selbst bestimmt, wie hoch sich das Cockpit anfühlt. Auch der Vorbau hat einen großen Einfluss.

Beim BMX werden hauptsächlich Toploader- und Frontloader-Vorbauten verwendet.

Ein Toploader klemmt den Lenker oben auf dem Vorbau und bringt die Bar dadurch in der Regel höher. Ein Frontloader klemmt den Lenker weiter vorne und positioniert ihn bei klassischen Konstruktionen meist etwas niedriger.

Es gibt allerdings unterschiedliche Vorbaugeometrien. Entscheidend ist deshalb nicht allein die Bezeichnung Toploader oder Frontloader, sondern der tatsächliche Rise und Reach des Vorbaus.

Die tatsächliche Griffposition entsteht somit aus mehreren Faktoren: Lenkerhöhe, Vorbauhöhe, Vorbaulänge, Spacer und der Winkel, in dem der Lenker montiert wird.

Deshalb kann sich derselbe 9-Zoll-BMX-Lenker mit zwei unterschiedlichen Vorbauten spürbar anders fahren.

Wie sollte ein BMX Lenker richtig ausgerichtet sein?

Als Ausgangsposition empfehlen wir, den BMX Lenker von der Seite betrachtet ungefähr parallel zu den Gabelbeinen auszurichten. Passende Gabeln findest du hier

Das ist eine verbreitete Grundeinstellung im BMX und bietet einen guten Ausgangspunkt, um die persönliche Position zu finden.

Von dort aus kann die Bar nach dem eigenen Fahrgefühl leicht verändert werden.

Wird der Lenker etwas nach vorne gedreht, wandern die Griffe nach vorne und teilweise nach oben. Wird die Bar etwas nach hinten gerollt, kommen die Hände näher zum Fahrer und die effektive Griffhöhe verändert sich ebenfalls.

Extreme Einstellungen sind normalerweise nicht notwendig. Sinnvoller ist es, mit der parallelen Position zu starten, einige Runden zu fahren und anschließend kleine Anpassungen vorzunehmen.

So lässt sich herausfinden, welche Position sich bei Bunny Hops, Manuals, Spins und beim normalen Fahren am natürlichsten anfühlt.

Wie montiere ich einen BMX Lenker richtig?

Die Montage eines BMX Lenkers ist grundsätzlich unkompliziert, muss wegen der hohen Belastungen beim Freestyle aber sorgfältig durchgeführt werden.

  1. Die Klemmschrauben beziehungsweise die Frontplatte des Vorbaus lösen und die Klemmflächen reinigen. Der Bereich sollte frei von Schmutz und Fett sein.
  2. Den BMX Lenker mittig in den Vorbau einsetzen. Die gerändelte Klemmfläche muss mittig im Vorbau sitzen.
  3. Frontplatte aufsetzen und die Schrauben zunächst nur leicht anziehen, sodass sich der Lenker noch ausrichten lässt.
  4. Die Bar von der Seite betrachtet zunächst parallel zur Gabel positionieren.
  5. Die Schrauben anschließend schrittweise und über Kreuz anziehen. Der Abstand der Vorbauplatte sollte dabei möglichst gleichmäßig bleiben.
  6. Zum Schluss das vom Hersteller vorgeschriebene Drehmoment einhalten und kontrollieren, ob sich der Lenker auch unter kräftigem Druck nicht im Vorbau verdreht.

Grundsätzlich gilt immer die Drehmomentangabe des jeweiligen Vorbauherstellers. Bei KHE empfehlen wir für entsprechende KHE-Setups 8 Nm und ein gleichmäßiges Anziehen über Kreuz.

Nach der Montage sollte der feste Sitz noch einmal kontrolliert werden. Auch nach einem stärkeren Sturz oder einer harten Landung lohnt sich eine Sichtprüfung auf Risse, Verformungen oder andere Beschädigungen.

Welche Lenkerklemmung haben BMX Lenker?

Bei klassischen Freestyle-BMX-Lenkern ist eine 22,2-mm-Lenkerklemmung sehr verbreitet.

Auch alle fünf hier vorgestellten KHE BMX Lenker besitzen einen Klemmdurchmesser von 22,2 mm. Sie müssen entsprechend mit einem dafür vorgesehenen BMX Vorbau kombiniert werden.

Wichtig ist trotzdem, vor einem Lenkerwechsel immer beide Komponenten zu prüfen. Neben dem klassischen 22,2-mm-Standard existieren im BMX-Bereich auch Oversize-Systeme mit größeren Klemmdurchmessern.

Ein Lenker und ein Vorbau mit unterschiedlichen Klemmdurchmessern dürfen nicht miteinander kombiniert werden.

Passen alle BMX Griffe auf jeden BMX Lenker?

Die meisten klassischen BMX Griffe sind für den üblichen 22,2-mm-Griffdurchmesser eines BMX Lenkers ausgelegt und lassen sich deshalb auf vielen unterschiedlichen BMX Bars verwenden.

Trotzdem sollte vor dem Kauf geprüft werden, ob es sich tatsächlich um Griffe für den BMX- beziehungsweise Fahrradstandard handelt. Auch die Grifflänge spielt eine Rolle, insbesondere wenn zusätzlich ein Bremshebel auf dem Lenker montiert ist.

Vor der Montage sollte der Griffbereich sauber und frei von Öl oder Fett sein. Klassische Gummigriffe können je nach Modell beispielsweise mit Druckluft oder einer vom Hersteller empfohlenen, vollständig verdunstenden Montagehilfe aufgezogen werden. Öl oder dauerhaft schmierende Mittel sind ungeeignet, da sich der Griff anschließend auf dem Lenker drehen könnte.

Besonders wichtig sind außerdem passende Bar Ends an beiden Lenkerenden. Sie verschließen die offenen Rohrenden und gehören bei einem BMX zu einem sicheren Setup.

Wenn du deine BMX Griffe selbst wechseln möchtest, findest du dazu auch eine Schritt-für-Schritt-Anleitung in unserem KHEbikes WorkShop „Griffe tauschen“.

Wer häufig Barspins und andere Tricks mit kompletten Lenkerdrehungen fährt, sollte zusätzlich das Bremskabel-Setup beachten. Ein Rotor-System ermöglicht Lenkerdrehungen, ohne dass sich ein normales Bremskabel immer weiter um das Steuerrohr wickelt.

Die richtige Bar verändert dein gesamtes BMX Setup

2-Piece oder 4-Piece, 9 oder 10 Zoll, CrMo oder Aluminium: Beim BMX Lenker gibt es nicht die eine Konstruktion, die für jeden Rider automatisch die beste ist.

Die Anzahl der Rohre entscheidet nicht über die Qualität. Die Lenkerhöhe sollte nicht ausschließlich anhand der Körpergröße gewählt werden. Und der leichteste Bar ist nicht automatisch für jeden Riding Style die beste Lösung.

Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Geometrie, Material, Gewicht, Vorbau und persönlichem Fahrgefühl.

Mit unseren fünf neuen BMX Lenkern decken wir deshalb bewusst unterschiedliche Setups ab: vom klassischen PRISM 2-Piece über den auffälligen Oil-Slick-4-Piece und den nur 498 g leichten STYLUS bis zum butted MVP und dem 10 Zoll hohen PLASM XL.

So kannst du deine Bar genau danach auswählen, wie du dein BMX fahren möchtest.

Bei Fragen oder Unklarheiten zu unseren BMX Lenkern, zur passenden Höhe, Montage oder zum Setup kannst du dich jederzeit an den KHE Service wenden.


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